Vom Kostenfaktor zum Erfolgsfaktor
2026 steht vor der Tür – und mit ihm eine neue Realität für Unternehmen. Cyberangriffe werden professioneller, die Bedrohungslage verschärft sich. Gleichzeitig erkennen immer mehr Führungskräfte: Cybersicherheit ist längst keine reine IT-Angelegenheit mehr, sondern Chefsache. Die NIS-2-Richtlinie verstärkt diesen Trend zusätzlich.
Doch diese Entwicklungen bergen auch Chancen. Wer jetzt seine Cybersicherheitsstrategie überdenkt, positioniert sich für die Zukunft. Während NIS-2 neue Anforderungen stellt, geht es im Kern um etwas Größeres: die Zukunftsfähigkeit des eigenen Geschäftsmodells.

Sicherheit als Wettbewerbsvorteil
Elena Schroth, Abteilungsleiterin Marketing & Products bei M-net, beschäftigt sich intensiv mit den Cybersecurity-Herausforderungen deutscher Unternehmen:
„Die Zeit ist reif: Unternehmen haben jetzt die Chance, Cybersicherheit zu ihrem strategischen Vorteil zu machen – und sich damit optimal für die digitale Zukunft aufzustellen.“– Elena Schroth, Abteilungsleiterin Marketing & Products bei M-net
Welche Cybersecurity-Herausforderungen halten Unternehmen derzeit in Atem?
Elena Schroth: Die Bedrohungslandschaft wird täglich komplexer, die Erwartungen steigen – von Kunden, Partnern und durch Regelwerke wie NIS-2. Die große Frage vieler Geschäftsführer: Wie schütze ich mein Unternehmen wirkungsvoll, ohne das Geschäft auszubremsen? Der Schlüssel liegt darin, Sicherheit als Enabler zu begreifen – nicht als Hemmschuh.
Wie können Unternehmen Cybersicherheit strategisch nutzen?
Elena Schroth: Hier passiert gerade ein Paradigmenwechsel: Cybersicherheit wird zum Unterscheidungsmerkmal. Große Unternehmen fordern bereits heute von Zulieferern lückenlose Sicherheitsnachweise. Wer sie vorlegen kann, punktet bei Ausschreibungen und Partnerschaften. Sicherheit wandelt sich vom lästigen Kostenpunkt zum echten Wettbewerbsvorteil.
Was sind die wichtigsten Bausteine einer modernen Cybersicherheitsstrategie?
Unverzichtbar ist ein ganzheitlicher Ansatz: Verschlüsselung, Backup-Strategien, sicheres Internet, Ausfallsicherheit. Doch der oft übersehene Erfolgsfaktor sind die eigenen Mitarbeiter. Sie sind Schwachstelle und stärkste Verteidigung zugleich. Ohne regelmäßige Sensibilisierung und Schulungen läuft nichts. Entscheidend ist: Die Geschäftsführung muss vorangehen und das Thema zur Chefsache erklären.
Ihr Rat an Unternehmen, die jetzt handeln wollen?
Elena Schroth: Nicht in Panik geraten, sondern das große Bild im Blick behalten. Eine gründliche Bestandsaufnahme ist der erste Schritt, dann Prioritäten setzen und die richtigen Partner finden. In Zeiten globaler Krisen schadet es nicht, nach Partnern zu schauen, die nahbar und vor Ort sind. Wer jetzt proaktiv handelt, verschafft sich entscheidende Vorteile.
Aus der Notwendigkeit wird eine Chance
NIS-2 bringt strenge Meldepflichten und macht Geschäftsführer persönlich haftbar. Was zunächst nach zusätzlichem Aufwand klingt, entpuppt sich als strategische Investition in die Resilienz des eigenen Unternehmens.
Die Technologie für robuste Cybersicherheit ist längst verfügbar – jetzt kommt es auf den strategischen Einsatz an. Mindestens genauso wichtig: ein durchdachter Krisenplan. Denn die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann ein Angriff erfolgt. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) liefert konkrete Leitfäden für Meldungen in den kritischen ersten 24 bis 72 Stunden.
Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches persönliches Beratungsgespräch.
BILDER: M-NET, KRAISORN WAIPONGSRI, ELENA SCHROTH



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